Archiv für die Kategorie Brandon Sanderson

Omenvögel und Psychic Birds

Vögel als Bewusstseinshaber in postmoderner Fantasy

Die Frage, ob Tiere ein Bewusstsein haben, ist vermutlich so alt wie die Domestizierung des Wolfs durch den Menschen im Paläolithikum. Postmoderne Fantasy-Erzähler thematisieren diese Frage auf ihre Weise, indem sie die Beziehung des Hauptprotagonisten zu Vögeln in den größeren Zusammenhang seiner Beziehung zu seiner natürlichen Umwelt und seinem kulturellen Überzeugungssystem stellen.

Den Rest des Beitrags lesen »

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Die Cosmere– Kosmogonie

Es ist wichtig festzuhalten, dass Brandon Sandersons narratives Universum ein Kosmos ist, dessen Differenzierung noch nicht abgeschlossen ist. Noch sind nicht alle Geschichten erzählt, und es kann mit weiteren Planeten und Kulturen gerechnet werden. Erst neuerdings hat er mit der Novelle Sixth of the Dusk eine Erzählung vorgelegt, die der Verlag im Peritext als neue Cosmere Novella ankündigt, wobei der Zusammenhang mit dem Cosmere-Konzept in diesem Kurzroman doch sehr schwach ist. Es ist deshalb angemessen, B. Sandersons Kosmos als narration in progress zu betrachten. Solange der Autor weitere Geschichten konstruiert, und so weit seine Kreativität neue Planetenwelten gestaltet, und die noch unabgeschlossenen Serien Mistborn und The Stormlight Archive beendet, solange wird er sein Universum, das mit der Zersplitterung einer numinosen Ur-Energie seinen Anfang genommen hat, ausdifferenzieren. In den bisher vorliegenden, konzeptuell zusammenhängenden Erzählungen entfaltet der Autor ein narratives Konzept, das auf einem allen Erzählungen gemeinsamen Ursprung basiert, einem Ur-Knall gleich: der Zersplitterung der Ur-Energie Adonalsium.

Den Rest des Beitrags lesen »

Hinterlasse einen Kommentar

High Fantasy

. . . looks like science fiction,
has the tastes of science fiction
– it IS science fiction!

Margaret Atwood, Other Worlds, 2010

Wenn etwas nach Fantasy aussieht und auch noch die charakteristische Gestalt besitzt, dann IST es Fantasy. Margaret Atwoods bestechend enfache Bemerkung bringt ein ganzes literarisches Genre auf den Punkt und überlässt die Bewertung der Imaginationsfähigkeit dem Rezipienten. Schon Fritz Leiber hat in seinem phantastischen Werk vorgeführt, dass der von Kritikern und Publizisten geführte Genre-Krieg bedeutungslos ist, indem er die drei Genre des Phantastischen, Science Fiction, Horror und Fantasy, virtuos miteinander kombinierte, sie überlagerte und zu einem Genre des Phantastischen verwob.1

Den Rest des Beitrags lesen »

Hinterlasse einen Kommentar