George R.R. Martin – A Storm Of Swords

Ein kommentierter Überblick

A Song of Ice And Fire, Vol: 3, 2000 [StoS]
In der deutschen Übersetzung sind dies die beiden Halbbände:
Das Lied von Eis und Feuer
Bd. 5: Sturm der Schwerter, 2001
Bd. 6: Die Königin der Drachen, 2002
[LEF 3.1 / LEF 3.2]

LEF_3

A Storm of Swords [StoS] ist das dritte der sieben Bücher von Das Lied von Eis und Feuer, von denen bisher erst fünf Bücher publiziert sind. Der Publikation des dritten Bandes ging die Veröffentlichung der Erzählung Path of the Dragon (SF-Magazin Asimov´s Science Fiction, Dezember 2000; eine zweite Auflage in The Sword and Sorcery Anthology, David G. Hartwell und Jacob Weisman, Eds., San Francisco, 2012) voraus, die die Daenerys-Targaryen-Kapitel aus StoS in einem eigenen Buch zusammengefasst erzählt.

StoS erhielt eine Reihe von Auszeichnungen und Nominierungen:

  • eine Hugo Award-Nominierung als bester Roman, 2001,
  • den Locus Award als bester Fantasyroman, 2001,
  • den Geffen Award als bester Fantasyroman, 2002,
  • eine Nebula Award-Nominierung als bester Roman, 2002 und
  • den Ignotus Award als bester fremdsprachiger Roman, 2006.

Die Erzählung Path of the Dragon basiert auf den Daenerys-Kapiteln des dritten Bandes (StoS) von Das Lied von Eis und Feuer:

Auf dem Rückweg nach Pentos erfährt Daenerys von Ser Jorah Mormont, dass in den Städten der Sklavenbucht – Meereen, Astapor und Yunkai – große Sklavenheere zu kaufen sind. In Astapor kauft sie ein großes Heer der Unbefleckten, der gefürchteten Eunuchenkrieger. Als die Sklavenherren von Astapor einen ihrer Drachen als Zahlung fordern, lässt sie diese von ihren Drachen lebendig verbrennen. Die Unbefleckten stellen sich in ihre Dienste und Daenerys befreit die Sklaven von Astapor.

Daraufhin führt Daenerys ihr starkes Heer nach Yunkai und zwingt die Fürsten der Stadt die Sklaven in ihre Dienste zu entlassen. Von den Ereignissen vorgewarnt, versuchen die Füsten von Meereen Daenerys mit der Kreuzigung von hundertdreiundsechszig Kindern abzuschrecken. Daenerys greift die Stadt trotzdem an, nimmt sie ein, und befreit auch hier alle Sklaven.

Noch vor der Einnahme von Meereen entlarvt Daenerys zwei Verräter in ihrer engsten Umgebung, die beide mit ihren Feinden gemeinsame Sache machten: Ser Jorah Morrmont und Arstan Weißbart, der in Wirklichkeit Ser Barristan Selmy ist. Nachdem sie Meereen mit Hilfe der beiden eingenommen hat, verzeiht sie Ser Barristan und ernennt ihn zum Kommandanten ihrer Königinnengarde, verbannt aber Jorah Mormont, dem sie nicht mehr vertrauen kann.
Daenerys beschließt, nachdem sie erfährt, dass in Astopor erneut eine Diktatur entstanden ist, in Meereen zu bleiben und zu lernen, wie sie eine wahre Königin werden kann.

SYNOPSIS A Storm Of Swords
G.R.R. Martin greift in StoS die in GoTh und CloK erzählte Geschichte auf und berichtet aus der Perspektive von elf point of view-Charakteren: Catelyn, Sansa, Arya und Bran Stark, Jon Schnee, Samwell Tarly, Tyrion Lennister, Jaime Lennister, Theon Graufreud, Davon Seewert und Daenerys Targaryen. Mit Samwell Tarly und Jamie Lennister kommen zwei weitere Protagonisten zu Wort, sodass die Perspektiven der Lennister und der Nachtwache erweitert werden. Der Autor bezieht sich mit dieser Erweiterung der Erzählebenen auf die charakterliche Entwicklung von Jaime Lennister und Samwell Tarly. Die Schilderung der Ereignisse in den Sieben Königslanden (Stark und Lennister) dominiert auch das dritte Buch, die Entwicklung um Daenerys Targaryen im Osten gewinnt, unbemerkt und unterschätzt von den Protagonisten in Westeros, zunehmend an Bedeutung.

Wie in den beiden vorausgegangenen Büchern (GoTh und CloK) gliedert George R.R. Martin seine Erzählung auch in StoS in drei Handlungsstränge, setzt den Bericht vom Zustand in den Sieben Königslande fort, wendet sich dem hohen Norden (Winterfell), den nördlichen Flusslanden (Schnellwasser) und dem südlichen Königsmund detailierter zu, Regionen, fest im Griff des Kriegs der Fünf Könige. Wie schon zuvor dominieren die Sichtweisen der Starks und Lennisters. Weiter wendet sich der Autor den zunehmend dramatischer verlaufenden Ereignissen auf der Mauer zu, erzählt vom Feldzug der Nachtwache zur Erkundung der Situation nördlich der Mauer im Verfluchten Wald und von der Queste der Daenerys Targaryen auf ihrer langwierigen Rückkehr in die Sieben Königslande, um ihr Geburtsrecht auf den Eisernen Thron einzufordern.

Perspektive 1: Baratheon-Lennister / Die Sieben Königslande
In StoS berichtet Martin von den Ereignissen in den Sieben Königslande, in denen noch vier der ehemals fünf Könige, Robb Stark, Balon Graufreud sowie Joffrey und Stannis Baratheon, den Krieg in unverminderter Härte und Unversöhnlichkeit weiterführen, wo marodierende Söldnerheere die Bevölkerung tyrannisieren und die Adelshäuser sich in wechselnden Allianzen am Hof und im Feld befehden. Renly Baratheon ist einem Attentat zum Opfer gefallen und sein älterer Bruder, Stannis Baratheon, bei seinem Versuch, Königsmund einzunehmen, gescheitert, da sich die Häuser Lennister, Tyrell und Martell, auf Betreiben von Tyrion Lennister, inzwischen durch in Aussicht gestellte Heiratsallianzen verbündet haben. Unbeachtet von den konkurrierenden Königsanwärtern führt Manke Rayder ein gewaltiges Heer von Wildlingen gegen die von den Brüdern der Nachtwache nur schwach besetzte Mauer. Daenerys Targaryen ist auf dem Weg nach Pentos, und zunehmend besser für ihre Rückkehr nach Königsmund gerüstet. In Kriegshandlungen verstrickt werden diese Ereignisse von Königsmund aus unterschätzt und von dem in Hybris verblendetem Adel nicht ernst genommen werden.

Das dritte Buch von Das Lied von Eis und Feuer beginnt Ende 299 a.l. (nach der Landung) und umfasst den größten Teil des Jahres 300 a.l. In den Flussauen brechen Brienne von Tarth und Jaime Lennister von Schnellwasser aus mit dem Boot nach Königsmund auf. Catelyn hat in einsamer Entscheidung Jaime befreit und schickt ihn, unter Bewachung von Brienne, in die Königsstadt im Austausch gegen ihre beiden Töchter. Von Tully-Soldaten verfolgt und angegriffen, verlieren sie ihr Boot und sind gezwungen, über die durch den Bürgerkrieg unsicher gewordenen Straßen über Land weiter zu reisen.

Während der ganzen Zeit ihrer gemeinsamen Reise verspottet und beleidigt Jaime die kriegerische, wenig weibliche Brienne, in der Hoffnung, er könne sie durch seine Provokationen zu unüberlegten Handlungen bewegen und ihr entkommen. Während eines Streits, den die beiden mit Schwertern austragen, überwältigen sie die Tapferen Kameraden, die nun auf der Seite der Nordmänner kämpfen und bringen sie in die Festung nach Harrenhal. Dort findet Vigo Hoat es amüsant, Jaime die Schwerthand zu amputieren und sie zu seinem Vater, Tywin, nach Königsmund zu senden. Nachdem der mit Robb Stark verbündete Roose Bolton Harrenhal eingenommen hat, entscheidet er, Jaime Lennister mit besten Empfehlungen an seinen Vater, nach Königsmund zu schicken, ein erstes Anzeichen, dass er dabei ist die Seiten zu wechseln. Brienne überlässt er den Tapferen Kameraden, die sich Roose Bolton angeschlossen haben und die Brienne ihrem Vater für ein hohes Lösegeld zurückgeben wollen. Als Roose Bolton Harrenhal wieder verlässt, überlässt er die Festung Vigo Hoat. Dieser wirft Brienne in die Bärengrube, aus der sie Jaime Lennister wieder befreit. Gemeinsam mit ihm bricht sie nach Königsmund auf.

Etwa zeitgleich kehrt die siegreiche Armee von Robb Stark, die mehrere Lennisterarmeen geschlagen hat, nach Schnellwasser zurück. Edmure Tully, Catelyns jüngerer Bruder, hat sich während Robbs Abwesenheit den Truppen von Tywin Lennister entgegengestellt und sie an der Überquerung der Furten nach Westen gehindert, damit sie Robb Stark nicht in den Rücken fallen können. Robb hatte diese Mögklichkeit erwartet, wollte Tywin Lennister aber in eine Falle locken und ihn so daran hindern, in die Schlacht am Schwarzwasserfluss einzugreifen. Da Edmure die Truppen Tywin Lennisters blockiert, zieht dieser nach Süden, wo er auf die Tyrells trifft und sich mit deren Armee vereinigt. Die vereinigten Heere schlagen Stannis Baratheon vernichtet vor Königsmund.

Catelyn ist entsetzt, als sie erfährt, dass Robb Jeyne Westerling von Hochklipp (Crag) geheiratet hat und dadurch seinen Eid gegenüber dem Haus Frey gebrochen hat. Robb verteidigt sich, erzählt seiner Mutter, dass Jeyne seine Verwundung gepflegt hat und dass sie ihn aufgefangen und unterstützt hat, als er von Bran und Rickons Tod und dem Fall von Winterfell erfuhr. Außerdem verzeiht Robb ihr die Freilassung von Jaime Lennister, fordert aber zugleich von ihr, dass sie Jon Schnee als seinen Nachfolger auf Winterfell akzeptiert, wenn er in der Schlacht fällt.

Militärisch befinden sich die Häuser Stark und Tully inzwischen in einer äußerst ungünstigen Situation: Eingeklemmt zwischen den zahlenmäßig überlegenen Truppen der Tyrell- und Lennisterarmee im Süden, dem Verlust ihrer Infantrie in Dämmertal, den Graufreuds im Norden und dem Fall von Winterfell, entschließt sich Robb Stark Maidengarden anzugreifen, dass die Eisenmänner besetzt halten, um den Durchbruch nach Norden in seine Heimat zu gewinnen. Das Gelingen dieses Unternehmens hängt allerdings davon ab, ob Ser Walder Frey den eidbrüchigen Robb Stark ein zweites Mal unterstützen wird, obwohl er ihn durch seine Heirat mit Jeyne Westerling schwer beleidigt hat. Noch bevor Robb seinen Feldzug nach Norden wenden kann, stirbt Fürst Hoster Tully und Edmure wird sein Nachfolger auf Schnellwasser.

Arya Stark und ihre Freunde begegnen auf ihrer Flucht aus Harrenhal der Bruderschaft ohne Banner, einer Gruppe von Freischärlern um Fürst Beric Dondarrion, dem Blitzlord, und dem roten Priester Thoros aus Lyr, die sich der Verteidigung der Landbevölkerung der vom Krieg zerrissenen Flusslande verschrieben haben. Ursprünglich wurde Fürst Beric von Eddard Stark ausgesandt um Ser Gregor Clegane für seine Plünderung der Flusslande zu bestrafen, findet aber in seiner jetzigen Beschützerrolle eine größere Aufgabe. Dondarrions Männer nehmen den während der Kämpfe um Königsmund geflüchteten Sandor Clegane fest, der durch ein Gottesurteil seine Freiheit zurückerlangt, bei dem er Fürst Beric erschlägt. Zu Aryas Überraschung, die Sandor Clegane lieber tot gesehen hätte, holt Thoros, durch eine Gabe seines Lichtgotts R´hllor, den Blitzlord wieder ins Leben zurück. Arya, die von Dondarrions Bruderschaft festgehalten wird, fällt bei ihrer Flucht Sandor Clegane in die Hände, der sie nun seinerseits zwingt, bei ihm zu bleiben, damit er sie ihrer Mutter gegen ein Lösegeld übergeben kann.

Robb Starks Heer, durch Fürst Roose Boltons Armee aus Harrenhal verstärkt, erreicht die Zwillingstürme der Freys. Lord Walder gibt vor, Robbs Beleidigung unter der Bedingung zu verzeihen, dass Edmure Tully eine seiner Töchter heiratet.

Edmures Hochzeitsfeierlichkeiten haben gerade ihren Höhepunkt erreicht, als die Musikanten plötzlich Armbrüste in Händen halten und die Stark-Verbündeten beschießen. Die Freys und die abtrünnigen Boltons ziehen ihre Waffen und erschlagen viele von Robb Starks Männern, unter ihnen auch Dacey Mormont und Kleinjon Umber. Catelyn ergreift Walder Freys Enkel und droht, diesen zu töten, wenn er ihrem Sohn etwas antut und dem Gemetzel nicht Einhalt gebietet. Ehe dies geschehen kann, erschlägt ein Mann in den Farben des Hauses Bolton ihren Sohn, Grüße von Jaime Lennister ausrichtend. Catelyn tötet ihrerseits ihre Geisel, wird aber auch getötet, indem man ihr die Kehle durchschneidet.

Arya und Sandor Celgane erreichen die Frey-Zwillinge in dem Moment, als die Rote Hochzeit ihren Höhepunkt nimmt und fliehen flussabwärts. Viele der Nordmänner werden während der Hochzeit ermordet oder gefangen genommen. Fürstin Maege Mormont und Fürst Galbart Glover entgehen dem Anschlag, da Robb sie nach Grauwasser gesandt hat, um Holand Reet für seinen Angriff auf Maidengarden gewinnen.

Mit Sandor Clegane in den Flusslanden unterwegs, ereilt Arya ihr erster visionärer Traum, in dem sie davon träumt, ihre Schattenwölfin Nymeria zu sein. In deren Gestalt jagd sie in einem Rudel von Wölfen in den Flusslanden. Sie träumt auch davon, dass Nymeria im Grünen Arm, südlich der Zwillinge, eine Leiche findet und sie ans Ufer zieht, aber fliehen muss, als eine Gruppe Männer näher kommt.

In einem Wirtshaus treffen Arya und Sandor Clegane auf eine Gruppe Marodeure im Dienst seines Bruder Gregor. Es kommt zu einem Kampf, bei dem Gregors Männer getötet werden und Sandor selbst schwer verletzt wird. Arya lässt ihn sterbend unter einem Baum liegend zurück und reitet weiter nach Salzpfann zum Trident. Dort findet sie ein Schiff aus der Freien Stadt Braavos. Der Kapitän weigert sich aber sie nach Norden zu bringen. Als sie ihm die Münze zeigt, die ihr Jaqen H´ghar gegeben hat, wird er kooperativ und nimmt sie an Bord. Trotzdem will er sie nicht in den Norden bringen, bietet ihr aber an, sie über die Meerenge nach Braavos zu bringen, worauf Arya zustimmt.

Ser Davos Seewert, einer der Überlebenden der Schlacht auf dem Schwarzwasser, rettet sich auf eine der kargen Felsnadeln in der Meerenge. Dort finden ihn loyal zu Stannis stehende Seeleute und bringen ihn zurück in die Festung Drachenstein. Davos hat in der Schlacht nicht nur beinahe sein Leben verloren, sondern auch vier seiner Söhne, die im Kampf um Königsmund ihr eigenes Schiff befehligten. Auf dem Weg zurück nach Drachenstein erkennt er, dass die Rote Priesterin Melisandre die Schuld an der Niederlage auf dem Schwarzwasserfluss trägt, sodass er beschließt sie zu töten. Bei seiner Ankunft auf Drachenstein wird er aber überraschend festgenommen und ins Verlies geworfen, da die Rote Priesterin seine Absicht in den Flammen vorausgesehen hat. Melisandre sucht Davos in seiner Zelle auf und eröffnet ihm, dass Stannis die Schlacht nur verloren hat, weil er ihr verbot, sich an Kämpfen zu beteiligen. Sie bittet Davos, weiter loyal zu seinem König zu stehen, was für diesen selbstverständlich ist. Sie weist ihn auch darauf hin, dass es keine sieben Götter gibt, sondern nur zwei: R´hlllor, den Gott von Licht und Feuer, und seinen Gegenspieler, den Fürsten der Dunkelheit und der Kälte, die seit Urbeginn miteinander im Streit liegen. Stannis entlässt Davos aus der Gefangenschaft und macht ihn zu seiner rechten Hand. Dieser nimmt das Amt an, lernt Lesen und Schreiben, um seine neue Aufgabe besser bewältigen zu können.

In Königsmund herrscht große Freude über den Sieg auf dem Schwarzwasserfluss und das Ende der Bedrohung durch Stannis Baratheon. Die Tyrells werden von der Stadt als Befreier begrüßt und gefeiert. König Joffrey löst seine Verlobung mit Sansa Stark, die Tochter eines verräterischen Hauses ist, und verspricht Lady Margaery, Maes Tyrells Tochter und Witwe des ermorderten Renly Baratheon, zu heiraten. Sansas Freude über diese Entwicklung dauert nur kurz, da die Lennister entscheiden, sie mit Tyrion zu vermählen. Tyrion Lennister, der in der Schlacht schwer verwundet worden ist, bedrängt Sansa nicht, sondern behandelt sie respektvoll. Derweil übernimmt Fürst Tywin das Amt der Hand des Königs, das Tyrion nur stellvertretend innehatte, und ernennt Tyrion zum Maester der Münze, gibt ihm damit das Amt, das vor ihm Petyr Kleinfinger Baelish innehatte.

Balon Graufreud, der sich selbst zum König der Eiseninseln ernannt hat, schlägt Tywin Lennister ein Bündnis vor, das dieser ablehnt, da er andere Pläne verfolgt und nicht die Hälfte des Reichs an die Eisenmänner aufgeben will.

In Drachenstein lernt Ser Davos den unehelichen Sohn von Robert Baratheon, Edric Sturm, kennen, den sein Onkel Stannis in Gewahrsam genommen hat. Davos ist entsetzt, als er erfährt, dass Melisandre plant, Edric zu opfern und mit dessen königlichem Blut die steinernen Drachen auf den Zinnen der Festung zu wecken. Stannis verwirft diese Entscheidung aber und gibt stattdessen etwas von seinem Blut, um in einem Blutzauber-Ritual die Namen von drei seiner Konkurrenten zu nennen und diese durch magische Manipulation zu töten: Balon Graufreud, Joffrey Baratheon und Robb Stark.

Kleinfinger, der nominierte Lord von Harrenhal, der nach erfolgreicher diplomatischer Mission aus Rosengarten und Sonnspeer nach Königsmund zurückgekehrt ist, bricht mit neuen Aufträgen nach Hohenehr auf. Er will sich um die Fürstin Lysa Arryn bemühen, sie ehelichen und sie zu einem Bündnis mit König Joffrey bewegen. Tyrion reagiert misstrauisch auf die wachsende Macht Kleinfingers, ist aber nicht länger in der Position, darauf Einfluss zu nehmen.

Die Nachricht von der Ermordung Robb Starks sowie die vom Tod Balon Graufreuds, der in einem mächtigen Sturm von einer der Brücken seiner Festung Peik gestürzt ist, erreicht Königsmund. Beides nimmt man in Königsmund erfreut auf, scheinen damit zwei ernsthafte Bedrohungen für den jugendlichen Lennister-König gebannt. Die Hochzeit von Margaery und Joffrey wird opulent zelebriert. Der sadistische Joffrey gefällt sich während der Hochzeit darin, seinen Onkel Tyrion zu demütigen und stirbt während er seinen Onkel weiter erniedrigt, einen Erstickungstod. Aufgrund der Umstände fällt der Verdacht auf Tyrion und besonders Cersei mutmaßt, Tyrion habe ihrem Sohn vergifteten Wein angeboten. Viele der Gäste haben gesehen, wie Tyrion Joffreys Weinkelch ausgegossen hat, dem er ihm kurz zuvor gefüllt und angeboten hat. Tyrion wird auf Geheiß seiner Schwester arrestiert. Ihm soll der Prozess als Sippen- und Königsmörder gemacht werden.

Noch während des Aufruhrs im Saal, den die Ermordung Joffreys ausgelöst hat, stiehlt sich Sansa Stark davon und wird von Fürst Petyr mit einem Schiff in seine Heimatfeste Kleinfinger gebracht. Er erzählt ihr auch, dass er es ist, der für Joffreys Tod verantwortlch ist.

Davos Seawort lernt mit Hilfe des Maesters von Drachenstein Lesen und Schreiben. In einem Sendschreiben der Nachtwache, das er als Übungslektüre nutzt, liest er von Manke Rayders bevorstehenden Angriff auf die Mauer, was ihn sehr verstört. Auf Drachenstein hat Melisandre König Stannis endlich davon überzeugt, Edric Sturm in den Flammen zu opfern, um die Drachen zu wecken. Davos verhindert das Ritual und bringt Edric in Sicherheit. Zuerst will Stannis Davos deswegen hinrichten, aber als dieser ihm von den bedrohlichen Ereignissen jenseits der Mauer unterrichtet, sind Stannis und Melisandre schockiert.

Jaime Lennister und Brienne von Tarth haben mittlerweile Königsmund erreicht und geraten in eine explosive Stimmung am Königshof. Cersei hat Joffreys Bruder Tommen als König ausgerufen, ihn aber noch nicht gekrönt. Tyrion ist eingekerkert und die Gefolgsleute der Tyrells, besonders Ser Loras Tyrell, bezichtigen Brienne des Mords an Renly Baratheon. Auf Jaimes Anweisung, um sie zu beschützen, lässt er Brienne in eine Zelle werfen. Jaime übernimmt, gegen seines Vaters und Cerseis Willen, das Kommando über die Königsgarde und stellt überrascht fest, dass seine Rückkehr und der Verlust seiner Schwerthand ihm dieses Amt willkommen machen. Er weigert sich dem Wunsch seines Vaters zu folgen und das Erbe Casterystein zu übernehmen. Er lässt sich auch von seiner Schwester nicht davon überzeugen, dass ihr Bruder Tyrion Joffrey getötet hat. Ihren Annäherungsversuchen entzieht er sich und beschließt, seinen Eid in der Königsgarde ernst zu nehmen. In seiner Zelle entscheidet sich Tyrion in dem bevorstehenden Gerichtsverfahren alles auf eine Karte zu setzen. Fürst Oberyn Martell aus Dorne, der seinen Bruder Doran während der Hochzeitsfeierlichkeiten von Joffrey und Magaery vertreten hat, hegt die Hoffnung, sich endlich an Gregor Clegane rächen zu können. Dieser hatte seine Schwester Elia, die Frau von Prinz Rhaegar Targaryen, während der Einnahme von Königsmund durch Robert Baratheon, vergewaltigt und sie und ihre kleinen Kinder ermordet. Fürst Oberyn bietet sich deshalb Tyrion als Schwertkämpfer in dem bevorstehenden Gottesurteil an, das Tytions Schuld oder Unschuld erweisen soll. Zuerst scheint es, als ob Oberyn den Sieg erringt, doch als er den Berg Gregor Clegane mit einem vergifteten Speer zu Fall bringt, ergreift dieser ihn und tötet ihn brutal. Tyrion wird zum Tode verurteilt, entflieht aber mit Hilfe seines Bruders Jaime und Fürst Varys. Bevor sich Tyrion und Jaime trennen, gesteht Jaime ihm noch, dass seine erste Liebe, Tysha, keine Prostituierte war, wie sein Vater wünschte, dass er behauptete, sondern eines Kleinbauers Tochter. Tyrion kann diesen Betrug immer noch nicht verzeihen. Er wendet sich von Jaime ab und schleicht sich in die Gemächer seines Vaters, findet in dessen Bett auch seine Geliebte Shae. Er tötet beide bevor er mit einem Schiff, das Varys organisiert hat, über die Meerenge flieht.

Jaime befreit auch Brienne, gibt ihr das Schwert Eidwahrer, das Fürst Tywin aus Eddard Stark Schwert Eis für ihn geschmiedet hat. Er erteilt ihr den Auftrag, den Eid, den er Catelyn Stark in Schnellwasser geschworen hat, zu erfüllen, Arya und Sansa zu suchen und beide sicher zurück nach Hause zu bringen. Er erklärt ihr auch, warum er seinen Eid gegenüber Aerys II. gebrochen hat und ihn ermordet hat. Aerys, so Jaime, hatte an geheimen Orten in der ganzen Stadt Seefeuer gelagert und geplant, die Stadt während der Plünderung zu verbrennen. Seine Absicht sei es gewesen, die unschuldige Bevölkerung zu retten, was ihm aber niemand glauben wollte. Nach diesem Bekenntnis verlässt Brienne die Stadt, und beginnt ihre Queste durch ein vom Krieg verwüstetes Westeros.

Auf Hohenehr lebt Sansa in Angst vor ihrer zunehmend den Verstand verlierenden Tante Lysa. In einem Anfall von Wut und Irresein, versucht Lysa ihre Nichte Sansa aus der Mondpforte der Burg zu Tode zu stürtzen. Kleinfinger kommt hinzu, kann den Mord an Sansa gerade noch verhindern, stößt aber seine Gattin Lysa in die Tiefe, und beschuldigt ihren Barden, Marillion, des Verbrechens. Bevor Lysa fällt, bekennt sie noch, dass es Kleinfinger war, der sie aufgewiegelt hat, ihren Mann, Jon Arryn, zu töten und die Schuld auf die Lennisters zu schieben.

In einem Epilog ist Merrett Frey zu einer Verhandlung mit der Bruderschaft ohne Banner unterwegs, die mehrere der Freys gefangengenommen hat, um diese mit Gold auszulösen. Es stellt sich dann heraus, dass die Bruderschaft die Freys bereits gehängt hat. Sie beschuldigen auch Merrett, Handlanger bei der Blutigen Hochzeit gewesen zu sein und dabei geholfen zu haben, die Gäste zu ermorden. Sie sagen ihm, sie hätten für seine Verbrechen eine Zeugin. Die Bruderschaft hängt Merrett Frey neben seinen Verwandten auf und das letzte, was er sieht, ist eine böse zugerichtete, hasserfüllte Catelyn Stark.

Perspektive 2: Nachtwache / jenseits der Mauer
Ein Großteil der militärischen Macht der Nachtwache hat sich auf der Faust der Ersten Menschen festgesetzt, wo sie auf Nachrichten von Qhorin Halbhand und Jon Schnee warten, die auf Erkundigung ausgeschickt wurden. Plötzlich ertönen die Hörner der Wache dreimal, was seit achttausend Jahre niemand mehr gehört hat, und wodurch ein Angriff der Anderen angekündigt wird. Die Männer der Nachtwache geraten in einen nicht abzuwehrenden Angriff mit den legendenumwobenen Eisdämonen der Urgeschichte. Obwohl sie schwere Verluste erleiden, gelingt es ihnen ihre Disziplin und die Stellung solange zu halten, bis die Flucht der Überlebenden organisiert ist. Auf der Flucht durch den Verfluchten Wald tötet Samwell einen der Anderen mit einer gehefteten Klinge aus Obsidian, Drachenglas, die Jon am Fuß der Faust der Ersten Menschen gefunden hat. Die Überlebenden Brüder erreichen Crasters Bergfried. Im Streit um Essen und Frauen erheben sich einige der Nachtwache gegen ihren Kommandanten Jeor Mormont, brechen das Gastrecht, und töten Craster, den Kommandanten und einige der anwesenden Brüder. Samwell gelingt mit Hilfe einer der Craster-Töchter, Goldy (Gilly), in dem ausbrechenden Chaos die Flucht. Gemeinsam machen sie sich auf dem Weg südlich zur Mauer. Unerwartete Hilfe wird ihnen zu durch einen mysteriösen Mann, Kalthand (Coldhand) zu teil, der auf einem Elch reitet.

Im Lager der Wildlinge wird Jon Schnee dem König-jenseits-der-Mauer, Manke Rayder, vorgeführt. Es gelingt ihm, diesen zu täuschen und davon zu überzeugen, dass er wirklich übergelaufen ist. Von ihm erfährt er auch, dass die Anderen zurückgekehrt sind und die Wildlinge südwärts gegen die Mauer drängen. Er hört davon, dass Manke das legendäre Horn des Winters sucht, dass die Macht besitzen soll, wird es geblasen, die Mauer zum Einsturz zu bringen, es aber noch nicht finden konnte.

Zusammen mit anderen Wildlingen bricht Jon nach Süden zur Mauer auf. Sie wollen die Mauer überwinden und die Schwarze Festung (Castle Black) aus dem Süden kommend angreifen, um den anrückenden Wildlingen die Tore unter der Mauer zu öffnen. Jon gelingt es zu fliehen, erreicht die Schwarze Festung und warnt seine Brüder vor dembevorstehenden Angriff. In der Festung organisiert Jon den Widerstand mit den wenigen Brüdern, die er noch vorgefunden hat. Unter nur wenigen Verlusten kann er den Angriff aus dem Süden in einem verbissenen Kampf abwehren, in dem Ygritte, die Jon liebt und ihn gegen Manke unterstützt hat, stirbt. Die gleichzeitig nördlich gegen die Mauern andrängenden Wildlinge kann er nicht mehr besiegen.

Die Flüchtlinge aus den Ruinen von Winterfell, Bran Stark sowie Jojen und Meera Reet, ziehen immer weiter nach Norden, geführt von Brans seltsamen Träumen von der dreiäugigen Krähe. Schließlich erreichen sie die Mauer bei der aufgegebenen Festung Nachtfeste (Nightfort), können die Mauer aber nicht passieren. Überraschend treffen sie in der Burg auf Samwell Tarly und Goldy, die von Kalthand hierher gebracht wurden. Samwell kennt die geheime Passage unter der Mauer und bringt Bran und seine Freund zu Kalthand, der im Verfluchten Wald auf sie wartet, um sie weiter nach Norden zu begleiten. Samwell kehrt mit Goldy in die Schwarze Festung zurück, verspricht Bran aber, sein Geheimnis zu wahren.

Über vierzigtausend Wildlinge haben inzwischen die Mauer erreicht und greifen die Schwarze Festung an. Jon leitet die hartnäckige Verteidigung der in Unterzahl kämpfenden Brüder der Nachtwache, bei der Tausende der Wildlinge sterben, doch die Nachtwache befürchtet immer mehr, überrannt zu werden. Es wird noch schlimmer, als Janos Slynt, der frühere Kommandant der Königsgarde, den Tyrion auf die Mauer verbannt hat, zusammen mit Allison Throne in der Schwarzen Festung erscheint. Slynt, der zu denjenigen gehört, die Eddard Stark verraten haben, fasst sofort Abneigung gegen Jon und beschuldigt ihn, ein Verräter zu sein, dem der Prozess gemacht werden muss. In der Hoffnung, ihn loszuwerden, sendet er ihn als Unterhändler zu Manke Rayder, von dem Jon erwartet, dass dieser ihn tötet. Im Lager der Wildlinge angekommen, erfährt Jon, dass Manke das Horn des Winters gefunden hat und sich darauf vorbereitet, es zu blasen.

Doch bevor er soweit ist, werden die Wildlinge von der plötzlich auftauchenden Kavallerie von Stannis Baratheon angegriffen, der sich entschlossen hat, der Nachtwache zur Hilfe zu kommen, zuletzt auch deshalb, weil ihm Melisandre eröffnet hat, dass der wirkliche Kampf nicht der um Königsmund ist. Mit der Ankunft von Stannis versinkt das Lager der Wildlinge vor der Mauer im Chaos heilloser Flucht. Manke Rayder wird gefangen genommen und eingekerkert. Stannis erklärt der Nachtwache, dass ihn ihr Sendschreiben über ihre verzweifelte Lage erreicht hat und auch, dass Melisandre annimmt, dass die Invasion der Wildlinge durch die Rückkehr der Anderen, den Erzfeinden ihres Gottes R´hllor, ausgelöst wurde. Stannis hat beschlossen aus dem führerlos gewordenen, zerstrittenen Norden ein neues Königreich zu schmieden. Er fordert Jon Schnee auf, das Erbe seines Vaters in Winterfell anzutreten. Doch bevor Jon eine Entscheidung treffen kann, wählt ihn die Nachtwache zu ihrem obersten Kommandanten.

Perspektive 3: Daenerys Targaryen
Auf ihrer Rückreise nach Pentos erfährt Daenerys von Jorah Mormant, dass sie in den Städten der Sklavenbucht (Slaver´s Bay) – Astapor, Yunkai, Meereen – große Sklavenheere kaufen kann. Daenerys entschließt sich Jorah Mormonts Rat zu folgen, obwohl ihr Arstan Weißbart abrät, da Sklaverei in Westeros seit langem verboten ist. In Astapor erwirbt Daenerys eine nach tausenden zählende Armee der Unbefleckten (Unsullied), die zu blindem Gehorsam ausgebildeten, gefürchteten Krieger-Eunuchen. Als die Sklavenhändler von Astapor von ihr einen ihrer Drachen als Zahlung verlangen, verbrennt sie diese lebendig, trotzdem willigen die Unbefleckten ein, Daenerys zu dienen.

Daenerys führt ihr starkes Heer nach Yunkai, wo sie ihr Heer mit den Söldnern der Zweitgeborenen vereint, und zwingt die Fürsten der Stadt die Sklaven in ihre Dienste zu entlassen. Von den Ereignissen vorgewarnt, versuchen die Fürsten von Meereen Daenerys mit der Kreuzigung von hundertdreiundsechzig Kindern abzuschrecken. Daenerys greift die Stadt an, nimmt sie ein, und befreit auch hier alle Sklaven.

Noch vor der Einnahme von Meereen entlarvt Daenerys zwei Verräter in ihrer engsten Umgebung, die beide mit ihren Feinden gemeinsame Sache machten: Ser Jorah Morrmont und Arstan Weißbart, der in Wirklichkeit Ser Barristan Selmy ist. Nachdem sie Meereen mit Hilfe beider eingenommen hat, verzeiht sie Ser Barristan und ernennt ihn zum Kommandanten ihrer Königinnengarde, verbannt aber Jorah Mormont, dem sie nicht mehr vertrauen kann.
Daenerys beschließt, nachdem sie erfährt, dass in Astapor erneut eine Diktatur entstanden ist, in Meereen zu bleiben und zu lernen, wie sie eine wahre Königin werden kann.

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