Archiv für die Kategorie Cosmere-Zyklus

Omenvögel und Psychic Birds

Vögel als Bewusstseinshaber in postmoderner Fantasy

Die Frage, ob Tiere ein Bewusstsein haben, ist vermutlich so alt wie die Domestizierung des Wolfs durch den Menschen im Paläolithikum. Postmoderne Fantasy-Erzähler thematisieren diese Frage auf ihre Weise, indem sie die Beziehung des Hauptprotagonisten zu Vögeln in den größeren Zusammenhang seiner Beziehung zu seiner natürlichen Umwelt und seinem kulturellen Überzeugungssystem stellen.

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Die Cosmere– Kosmogonie

Es ist wichtig festzuhalten, dass Brandon Sandersons narratives Universum ein Kosmos ist, dessen Differenzierung noch nicht abgeschlossen ist. Noch sind nicht alle Geschichten erzählt, und es kann mit weiteren Planeten und Kulturen gerechnet werden. Erst neuerdings hat er mit der Novelle Sixth of the Dusk eine Erzählung vorgelegt, die der Verlag im Peritext als neue Cosmere Novella ankündigt, wobei der Zusammenhang mit dem Cosmere-Konzept in diesem Kurzroman doch sehr schwach ist. Es ist deshalb angemessen, B. Sandersons Kosmos als narration in progress zu betrachten. Solange der Autor weitere Geschichten konstruiert, und so weit seine Kreativität neue Planetenwelten gestaltet, und die noch unabgeschlossenen Serien Mistborn und The Stormlight Archive beendet, solange wird er sein Universum, das mit der Zersplitterung einer numinosen Ur-Energie seinen Anfang genommen hat, ausdifferenzieren. In den bisher vorliegenden, konzeptuell zusammenhängenden Erzählungen entfaltet der Autor ein narratives Konzept, das auf einem allen Erzählungen gemeinsamen Ursprung basiert, einem Ur-Knall gleich: der Zersplitterung der Ur-Energie Adonalsium.

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