Night of Knives

Anmerkungen

1 Steven Erikson, Die Gärten des Mondes. Das Spiel der Götter, Bd. 1, München, 2000. Die Originalausgabe erschien 1999 unter dem Titel The Gardens of the Moon. A Tale of the Malazian Book of the Fallen bei Bantam Press, London [zitiert als GdM].

2 Steven Erikson, geboren 1959 in Toronto, aufgewachsen in Winnipeg, ist Archäologe, Anthropologe und Absolvent des Iowa Writers´ Workshop. Steven Erikson ist das Pseudonym von Steve Rune Lundin, der 1991 begann, unter diesem Namen erste Fantasy-Erzählungen zu publizieren. Seine erste Erzählung, A Ruin of Feathers, ist seine Abschlusarbeit, des Iowa Writers´ Workshop, die 1992 als Buch TSAR Publications veröffentlicht wurde.

3 Ian C. Esslemont, geboren 1962 in Winnipeg, ist Archäologie und besitzt ein Diplom in kreativem Schreiben sowie einen PhD in englischer Literatur. Er bereiste Südostasien, Thailand und Japan. Gemensam mit Steven Erikson arbeitete er als Archäologe.

4 Ian C. Esslemont, Night of Knives, A Novel of the Malazian Empire, London, 2005. Esslemont erzählt im ersten Band seiner eigenen Malaz-Serie von Ereignissen, die Eriksons Gärten des Mondes vorausgehen, als Kellanved noch Imperator und Tänzer seine rechte Hand ist, aus den early times of the empire´s history [zitiert als NoK]. Eine deutsche Übersetzung liegt bislang noch nicht vor.

5 Worlds to conquer, worlds to share (Erikson, GdM, Widmung).

6 Night of Knives wurde im September 2004 erstmals von PS Publishing als limitierte, gebundene Ausgabe in Großbritannien veröffentlicht. Eine Taschenbuchausgabe folgte im Mai 2006. Bantam, der auch Steven Eriksons Book of the Malazian Fallen herausgab, publizierte im Mai 2007 eine zweite gebundene Ausgabe von Night of Knives, die ein Jahr später als Taschenbuch erschien. Die erste US-Publikation von Tor Books folgte im Mai 2009.

7 Esslemont, Introduction, NoK. Während mit dem Roman The Crippled God, Eriksons 10. und abschließender Band des Malazian Book of the Fallen im englischen Original erschien (die deutsche Version steht noch aus und ist für 2016 angekündigt), erschien 2014 mit Assail, Esslemonts sechste und abschließende Novel of the Malazan Empire.

8 Eriksons Malazian Book of the Fallen und die Novel[s] of the Malazian Empire sind als Genre High (epic) Fantasy. Charakteristisch in beiden Roman-Zyklen ist, dass sich die Ebene des Erzählens von jener des Erzählers unterscheiden lässt. Betrachtet man nämlich die Stellung des Erzählers zum erzählten Geschehen, so fällt auf, dass dieser nicht der zu der erzählten Welt gehört: der Erzähler tritt in der erzählten Welt nicht als Figur auf (heterodiegetisch). In den Romanen von Erikson und Esslemont erzählt ein verborgener Erzähler (covert narrator), der für den Leser nicht direkt präsent ist, sodass die Illusion entsteht, die Geschichte erzähle sich von selbst. Die Vermittlerfunktion des Erzählers tritt so weit in den Hintergrund, dass der Leser dem Eindruck erliegt, er wohne dem Geschehen unmittelbar bei. Erzählendes und erlebendes Ich fallen in heterodiegetischen Erzählungen zusammen und unterliegen nicht der Ich-Spaltung einer homodiegetischen Ezählsituation. Die heterodiegetische Erzählinstanz ignoriert die zeitliche Distanz (des früher-jetzt-später) des Erzählers zu den beschriebenen Figuren und Ereignissen.

9 Abgesehen von gelegentlichen auktorialen Einsprengseln ist die Erzählerinstanz in beiden fiktiven Welten personal beziehungsweise figural gestaltet, sodass der Leser die Ereignisse aus dem eingeschränkten Blickwinkel der Innenperspektive, aus dem Bewusstsein des Protagonisten, der als Reflektorfigur vermittelt, miterlebt. Die Metaebene und vollständige Übersicht eines auktorialen Erzählers, dessen Außenperspektive, wird dadurch ersetzt, dass der Leser quasi auf den Schultern der Hauptprotagonisten sitzt, und von diesen durch die Erzählung geführt wird. Bei der Analyse ihrer Kategorie der portal quest fantasy äußert sich Farah Mendlesohn zu diesem narrativen Mittel: One way to envision this technique is that we ride alongside the protagonist, hearing only what she hears, seeing only what she sees (even if she is not the narrator) provides us with a guided tour of the landscapes (Rhetorics of Fantasy, Wesleyan University Press, Middletown, 2008, Kindle Ebook:Position 236).

10 In NoK ist die Atmosphäre des Umheimlichen dominant gegenüber anderen Genres der Phantastischen Literatur, was auf Eriksons Prosa so nicht zutrifft.

11 Gezeiten der Nacht. Das Spiel der Götter 9, 2006 als 2. Halbband des Spiels der Götter im Münchener Blanvalet Verlag erschienen.

12 NoK, 2005:159.

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